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Markus Dieth besucht Aargauer Gemüsegärtner und ist beeindruckt von deren Innovationsgeist.
Markus Dieth besucht Aargauer Gemüsegärtner und ist beeindruckt von deren Innovationsgeist.

Muri. Am vergangenen Montag besuchte Markus Dieth im Raum Baden vier Aargauer Gemüsebaubetriebe und ist beeindruckt von der Vielfalt der Aargauer Gemüseproduktion sowie dem Unternehmergeist der Produzenten. Markus Dieth: „Wir dürfen stolz sein auf unseren Aargauer Gemüseanbau“.

 

Das extreme Klima sowie vermehrte Wildschäden fordern die Aargauer Gemüsebauern. Trotz grosser Herausforderungen sind sie auf dem Vormarsch und mit ihren innovativen Ideen und Investitionen in der Gemüseproduktion schweizweit ganz vorne mit dabei. Vor allem das Verarbeitungsgemüse geniesst einen hohen Stellenwert im Aargau. Der schweizweite Bedarf von Erbsen, Bohnen und Zuckermais wird zu über 50 % durch die Aargauer Gemüseproduktion abgedeckt. Beim Industriegemüse läuft uns lediglich das Rheintal mit dem Spinat den Rang ab. Darauf können wir stolz sein!

 

Vier Betriebsführungen, organisiert von Vertretern des Verbandes Schweizer Gemüseproduzenten Sektion Aargau, zeigten die Vielfalt der Aargauer Gemüseproduktion auf.

 

Max Schwarz AG, Villigen

Die erste Betriebsführung führt auf ein Gemüsefeld der Max Schwarz AG. Sie arbeiten mit einer mobilen Eisbergpackmaschine, die in der Schweiz einzigartig ist. Der Eisbergsalat wird direkt auf dem Feld geerntet, maschinell verpackt und in Kisten zur Vakuumkühlmaschine gebracht.

Die Erntemaschine sorgt für hohe Effizienz und gleichzeitig für angenehme Arbeitsbedingungen auf dem Feld .

 

Thomas Käser, Birmenstorf

Er ist schon lange bekannt für seinen Asia-Schnittsalat, Rucola und Feldsalat. Insgesamt baut er, auf seinen Feldern und auf Flächen von benachbarten Landwirten, rund 30 verschiedene Produkte an. Die Schnittsalaternte erfolgt pro Beet mit einer Maschine, die den Salat per Förderband zu den Kisten transportiert. Der Betrieb wäscht sein Gemüse mit einer modernen Waschanlage, welche  von einem Aargauer gebaut und sogar mit einem Innovationspreis prämiert wurde. Mit GPS-Geräten in den Traktoren wird gesteuert und zugleich die Flächendaten aufgenommen. Ein zeitgemässer Waschplatz ermöglicht einen vorbildlichen Umgang beim Hantieren mit Pflanzenschutzmitteln. Ein Hackroboter sowie eine Solaranlage sind weitere Investitionen die auf dem Betrieb getätigt wurden.

 

Daniel Habegger, Mägenwil

Der Präsident der Industriegemüseproduzenten führt als Dritter übers Feld. Er baut Bohnen, Erbsen, Spinat und Zuckermais für die Verarbeitung an. Er war einer der ersten im Anbau von Zuckermais unter der Folie, was eine frühere Aussaat ermöglicht und das Wachstum beschleunigt. Bei den hohen Temperaturen ist die Bewässerung der Kulturen wichtig, muss aber aufgrund der Wasserkosten wohl überlegt sein. Die Wasserpreise variieren enorm und sind von Gemeinde zu Gemeinde verschieden.

 

Ruedi Meier, Rütihof

Die Tomaten- und Gurkenproduktion von Ruedi Meier in modernster Gewächshausanlage zeigt einen weiteren, sehr fortschrittlichen Betrieb. Mit dem Hors Sol Verfahren werden die Tomaten über dem Boden in Substrat angebaut. Die Produktivität ist mit dem Anbauverfahren enorm. Schädlinge werden mit Nützlingen bekämpft. Wasser und Nährstoffe werden je nach Pflanzenbedarf zugeführt. Überschüsse im Kreislaufsystem rezykliert und wiederverwertet. Die Pflanzen werden mit Hummelvölkern bestäubt und das Klima im Gewächshaus wird über einen Klimacomputer gesteuert. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage platziert, welche einen Teil der Stromversorgung sicherstellt.  Die Sortierung und Verpackung der Produkte erfolgt teilautomatisiert mithilfe eines effizienten Packsystems.

 

Marina Kindlimann

Bauernverband Aargau (BVA)

 

Für Rückfragen:

Toni Suter, Präsident VSGP Sektion Aargau:                     Tel. 056 297 87 17 / 079 457 81 08